Cpg 398 / Universitätsbibliothek Heidelberg
Kodikologische Informationen:
Typ: Codex
Beschreibstoff: Papier
Blattanzahl: 139 Blätter
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Texte der Handschrift (Auswahl)
'Schachzabelbuch'
Dys buoch ving ich bruoder Renbolt Suesse von Strasburg an zuo Sletzstat In der stuben vf dem tormenter der selben stuben venster stossent In der stette graben gein Strasburg abe hin. An dem nehesten Dunrestage nach vnßer vrowen tage der liehtmeß vnd volleschreip es vf eimen strowinin sessel an dem nehesten Samesttage nach sante Benedicten dage Do men lute zuo samene none vnd vesper Mittenander. Der selbe samesttag des obendes wz do dez morgens Was Mittelfaste vnd von geheisse vnd bete dez Erbarn geistlichen Bruoder Hugen Ribisin von Colmar schaffener dez egenanten huses zuo Sletzstat sant Johans Orden wart dise date Geschriben des Jares do men zalte Von gotz geburte drizehen hundert Jar Sehtzigen vnd fünf Jare * [Anleitung zur Entzifferung des Autorakrostichons in Geheimschrift, dechiffriert:] uuilt du beuinden uuer diis buoch in tuischen tihtete, so nim den ersten buochstaben durch die retterschen us unde us so uindest dus. * * * [Schreiberspruch:] Hie het dis buochelin ein ende / dez frowent sich Mine hende. Transkript nach Katalog Miller/Zimmermann 2007, S. 312.Bei Hug Ribisin von Colmar handelt es sich um den Schaffner der Schlettstadter Johanniterkommende, der dem Johanniterbruder Reinbolt Süsse den Auftrag zum Abfassen dieser Handschrift erteilt hat, vgl. Katalog Miller/Zimmermann 2007, S. 311.